FDP für verbessertes Internetangebot der Stadt Rödermark
von FDP Ortsverband Rödermark

„E-Government“ ist wesentlicher Standortfaktor

Immer mehr Menschen nutzen das Internet zur Informationsbeschaffung und zur Kommunikation. Damit steigt auch der Anspruch der Nutzer an die Anbieter der Informationen. Dies betrifft auch und besonders öffentliche Verwaltung. Mittlerweile nutzt mehr als jeder zweite Einwohner über 14 Jahren die Internetdienstleistungen der eigenen Stadt, um sich zum einen zu informieren, zum anderen aber auch um Dokumente herunterzuladen (15 %). Des Weiteren nutzten schon 2007 rund 49 % der Unternehmen das Internet zur Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung. Ein Großteil (81 %) lädt Formulare von Verwaltungen herunter und sendet diese auf dem elektronischen Wege bearbeitet und uhrzeitunabhängig zurück. Die Homepage einer Stadt und die darauf nutzbaren Informationen und Dienstleistungen entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor, zu einer nicht zu unterschätzenden Visitenkarte einer Stadt. Vergleicht man die Internetauftritte der Gemeinden des Kreises Offenbach, fällt Rödermark hier deutlich ab. Viele Informationen sind auf der Homepage nicht oder nicht direkt zu finden, die Übersichtlichkeit lässt zu wünschen übrig und eine effiziente Kommunikation mit der Verwaltung ist auf diesem Wege nicht möglich. Aus diesem Grund hat die FDP Rödermark den Antrag gestellt, das Internetangebot der Stadt grundlegend zu überarbeiten. Während in anderen Kommunen sämtliche Verwaltungsmitarbeiter namentlich genannt werden, einschließlich Zuständigkeiten, Raumnummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, läuft in Rödermark alles über die Zentrale. Das Bürgerinformationssystem, dass u.a. Anträge der Parteien und Tagesordnungen der öffentlichen Sitzungen zur Verfügung stellt, ist nur von Insidern auffindbar.

Die FDP fordert daher eine Neugestaltung der städtischen Homepage. „Eine deutliche Verbesserung des Informationsgehaltes im Bereich Ämter und Einrichtungen mit Stichwortverzeichnis und Zuständigkeitsliste, die Bereitstellung geeigneter Mechanismen zur einfacheren Orientierung der Benutzer (Stichwort¬verzeichnis, schneller Suchalgorithmus, übersichtliche Sitemap), einen verbesserten Informationsgehalt im Bereich Standortbeschreibung, Statistik, Geschichte unter Einbeziehung von touristischen und wirtschaftlichen Fakten sowie die Erweiterung des Informationsgehaltes für Eltern, Familien, Kinder und Jugendliche: ausführlichere Darstellung von Kindertagesstätten, Schulen, Krabbelgruppen, Spielplätzen und anderen Freizeitmöglichkeiten, Betreuung, Beratung usw. sind nur einige der Punkte, die für eine städtische Homepage nach unserer Meinung unabdingbar sind“, so FDP-Pressesprecher Tobias Kruger. „Ein ganz entscheidender Punkt ist das E-Government“, so Kruger weiter. „Bürger sowie Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, Formulare und Anträge online und damit unabhängig von den Öffnungszeiten der Rathäuser ausfüllen und abgeben zu können. Das E-Government ist außerdem ein wichtiges Instrument der Verwaltungsmodernisierung und bietet Chancen, Verwaltungsabläufe – auch intern – zu optimieren, Bürokratie und Aktenberge abzubauen, neue Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen anzubieten, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung deutlich zu steigern, sowie – nicht zuletzt – als (un‐)mittelbare Konsequenz daraus die Kosten zu reduzieren. Zusätzlich sollte auch das Downloadangebot stark erweitert und die Vernetzung mit anderen Behörden verbessert werden.“ Bei dieser Gelegenheit sollte nach Meinung der FDP auch darüber nachgedacht werden, die Internetauftritte der einzelnen städtischen Gesellschaften (IC Rödermark, Badehaus) zu vereinheitlichen ud damit einen Wiedererkennungsfaktor zu schaffen.

„Eine Investition in einen modernen und leistungsfähigen Internetauftritt rentiert sich“, so FDP-Frontmann Hans Gensert, „sowohl für die Stadt als auch für die Bürger. Es wäre ungemein wichtig, wenn Rödermark bei diesem Thema nicht den Anschluss verpasst. Wir werden versuchen, die anderen Fraktionen von der Wichtigkeit unseres Antrages zu überzeugen und hoffen, dass Rödermark dann 2011 bezüglich der Homepage nicht mehr zu den Hinterbänklern zählt, sondern mit Kommunen wie z.B. Dreieich und Heusenstamm an der Spitze steht.“(tk)



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