Archiv für: August 2010

FDP: Grünfläche an der „Spalttablette“ zur Freizeitfläche aufwerten
von FDP Ortsverband Rödermark

Liberale sehen Potential in Richtung einer Freizeit- und Parkanalge
Im Rahmen ihrer Sommertour machte die FDP auch Halt an der städtischen Grünfläche zwischen der Dieburger Straße und der Auffahrt zum Breidert, im Volksmund als „Spalttablette“ bekannt. Als Folge der geplanten Wegfalls des Bolzplatzes an der Erikastraße (hier sollen Wohnungen entstehen) wurde der Magistrat durch die Stadtverordneten¬versammlung im Dezember 2009 beauftragt zu prüfen, inwieweit auf dieser Grünfläche Ersatz dafür geschaffen werden kann. Die FDP-Fraktion hat hierzu für die nächste Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage zum Sachstand sowie einiger Detailfragen gestellt.

Nach Auffassung der FDP ist dieses Areal als reine Sportfläche weniger geeignet. Zum einen würde durch das Errichten von Fangzäunen oder gar das Betonieren von Flächen für ein Street- oder Basketballspielfeld der jetzige Parkcharakter des Areals völlig zerstört. Zum anderen sieht die FDP auch ein Akzeptanzproblem bei der Zielgruppe. Wer lässt sein Kind schon gerne zwischen 2 stark befahrenen Straßen Fußball spielen? Gerade bei den dynamischen Ballspielen kann die Gefahr, dass ein Ball auf die Straße rollt oder versehentlich dorthin geschossen wird nur durch extreme bauliche Maßnahmen (z.B. durch meterhohe Gitter) minimiert werden. Auf der anderen Seite ist Rödermark generell arm an öffentlichen Freizeitplätzen und Parkanlagen. Diese Grünfläche bietet in den Augen von Stadtverordnetem Manfred Rädlein ein großes Potenzial in dieser Richtung. „Ich sehe schon Familien bei Picknicken und Grillen im Freien, Kinder die spielen und Senioren, die nach einem Spaziergang einfach dieses schöne Fleckchen genießen“. Da gerade Jugendliche oft nur einen etwas abgeschirmten Platz zum Treffen und unterhalten (Neudeutsch: „chillen“) suchen, könnte man nach Meinung von FDP’ler Dr. Rüdiger Werner auch für diese in Rödermark bisher etwas vernachlässigte Altersgruppe mit einfachen Mitteln einen angenehmen Aufenthaltsplatz schaffen. „Man müsste nur einen weiteren Weg in die Grünfläche hinein anlegen, ein paar Bänke und Sitzgruppen und eventuell einen offenen Unterstand aufstellen, dazu ein fester Grillplatz und schon hätte man dieses Areal stark aufgewertet. Die hohe Akzeptanz der vergleichbaren Fläche am Badehaus zeigt deutlich den Bedarf für solche Freizeitanlagen.“ Bisher gibt es auf der gesamten Grünanlage nur eine einzige Bank, die auch noch in die falsche Richtung zeigt. „Natürlich ist der Weg für Kinder aus dem Bereich Plattenhecke, die Fußball spielen wollen, weit bis zum nächsten Bolzplatz hinter der TS-Sportanlage.“, meint Fraktions- und Parteivorsitzender Hans Gensert, „aber von einer Aufwertung dieser Grünfläche profitieren alle Bevölkerungsgruppen, auch die Kinder. Außerdem ist im Bereich der Plattenhecke auch noch die Errichtung eines naturnahen Spielraums geplant, ein für Rödermark völlig neuen Konzept, dass die FDP ausdrücklich begrüßt.“

Die FDP hofft nun, dass der Magistrat im Ergebnis zu einer ähnlichen Einschätzung kommen wird. „Ohne dem Magistrat in seiner Antwort vorgreifen zu wollen“, so Hans Gensert abschließend, „sollte sich auch aus finanziellen Aspekten die Erstellung einer allgemeinen Freizeitfläche gewiß günstiger darstellen als das Anlegen einer Sportfläche.“(tk)



FDP für verbessertes Internetangebot der Stadt Rödermark
von FDP Ortsverband Rödermark

„E-Government“ ist wesentlicher Standortfaktor

Immer mehr Menschen nutzen das Internet zur Informationsbeschaffung und zur Kommunikation. Damit steigt auch der Anspruch der Nutzer an die Anbieter der Informationen. Dies betrifft auch und besonders öffentliche Verwaltung. Mittlerweile nutzt mehr als jeder zweite Einwohner über 14 Jahren die Internetdienstleistungen der eigenen Stadt, um sich zum einen zu informieren, zum anderen aber auch um Dokumente herunterzuladen (15 %). Des Weiteren nutzten schon 2007 rund 49 % der Unternehmen das Internet zur Kommunikation mit der öffentlichen Verwaltung. Ein Großteil (81 %) lädt Formulare von Verwaltungen herunter und sendet diese auf dem elektronischen Wege bearbeitet und uhrzeitunabhängig zurück. Die Homepage einer Stadt und die darauf nutzbaren Informationen und Dienstleistungen entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor, zu einer nicht zu unterschätzenden Visitenkarte einer Stadt. Vergleicht man die Internetauftritte der Gemeinden des Kreises Offenbach, fällt Rödermark hier deutlich ab. Viele Informationen sind auf der Homepage nicht oder nicht direkt zu finden, die Übersichtlichkeit lässt zu wünschen übrig und eine effiziente Kommunikation mit der Verwaltung ist auf diesem Wege nicht möglich. Aus diesem Grund hat die FDP Rödermark den Antrag gestellt, das Internetangebot der Stadt grundlegend zu überarbeiten. Während in anderen Kommunen sämtliche Verwaltungsmitarbeiter namentlich genannt werden, einschließlich Zuständigkeiten, Raumnummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, läuft in Rödermark alles über die Zentrale. Das Bürgerinformationssystem, dass u.a. Anträge der Parteien und Tagesordnungen der öffentlichen Sitzungen zur Verfügung stellt, ist nur von Insidern auffindbar.

Die FDP fordert daher eine Neugestaltung der städtischen Homepage. „Eine deutliche Verbesserung des Informationsgehaltes im Bereich Ämter und Einrichtungen mit Stichwortverzeichnis und Zuständigkeitsliste, die Bereitstellung geeigneter Mechanismen zur einfacheren Orientierung der Benutzer (Stichwort¬verzeichnis, schneller Suchalgorithmus, übersichtliche Sitemap), einen verbesserten Informationsgehalt im Bereich Standortbeschreibung, Statistik, Geschichte unter Einbeziehung von touristischen und wirtschaftlichen Fakten sowie die Erweiterung des Informationsgehaltes für Eltern, Familien, Kinder und Jugendliche: ausführlichere Darstellung von Kindertagesstätten, Schulen, Krabbelgruppen, Spielplätzen und anderen Freizeitmöglichkeiten, Betreuung, Beratung usw. sind nur einige der Punkte, die für eine städtische Homepage nach unserer Meinung unabdingbar sind“, so FDP-Pressesprecher Tobias Kruger. „Ein ganz entscheidender Punkt ist das E-Government“, so Kruger weiter. „Bürger sowie Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, Formulare und Anträge online und damit unabhängig von den Öffnungszeiten der Rathäuser ausfüllen und abgeben zu können. Das E-Government ist außerdem ein wichtiges Instrument der Verwaltungsmodernisierung und bietet Chancen, Verwaltungsabläufe – auch intern – zu optimieren, Bürokratie und Aktenberge abzubauen, neue Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen anzubieten, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung deutlich zu steigern, sowie – nicht zuletzt – als (un‐)mittelbare Konsequenz daraus die Kosten zu reduzieren. Zusätzlich sollte auch das Downloadangebot stark erweitert und die Vernetzung mit anderen Behörden verbessert werden.“ Bei dieser Gelegenheit sollte nach Meinung der FDP auch darüber nachgedacht werden, die Internetauftritte der einzelnen städtischen Gesellschaften (IC Rödermark, Badehaus) zu vereinheitlichen ud damit einen Wiedererkennungsfaktor zu schaffen.

„Eine Investition in einen modernen und leistungsfähigen Internetauftritt rentiert sich“, so FDP-Frontmann Hans Gensert, „sowohl für die Stadt als auch für die Bürger. Es wäre ungemein wichtig, wenn Rödermark bei diesem Thema nicht den Anschluss verpasst. Wir werden versuchen, die anderen Fraktionen von der Wichtigkeit unseres Antrages zu überzeugen und hoffen, dass Rödermark dann 2011 bezüglich der Homepage nicht mehr zu den Hinterbänklern zählt, sondern mit Kommunen wie z.B. Dreieich und Heusenstamm an der Spitze steht.“(tk)



FDP: Was passiert mit dem Bahnhof Ober-Roden?
von FDP Ortsverband Rödermark

Liberale Fahrrad-Sommertour macht Halt am Bahnhof
Einen weiteren Haltepunkt während der diesjährigen liberalen Fahrrad-Sommertour durch Rödermark war der Bahnhof in Ober-Roden. Vor Ort nach einem Rundgang mussten die Tourteilnehmer ernüchtert festhalten, dass der Bahnhof nebst Vorplatz nach wie vor fernab jeder attraktiven Nutzung und Gestaltung ist. Der Vorplatz dient als reiner, wilder Parkraum und das Bahnhofsgebäude ist nach wie vor dringend sanierungsbedürftig. Insbesondere, da auch das Einzelhandelsgutachten das Objekt betreffend der Achse durch Ober-Roden als „Anker“ klassifiziert und daher eine baldige Entwicklung dringend nötig ist.

Rückblick: Vor über einem halben Jahr hat die Stadtverordnetenversammlung gegen die Stimmen der FDP und bei einigen vereinzelten Enthaltungen bei CDU und AL/Grüne das Verfahren zur Findung eines Investors für das Bahhofsgebäude durch einen „basta“ ähnlichen Beschluss beendet und einen Interessenten zum alleinigen Verhandlungspartner für den Kauf des Bahnhofes gemacht. Schon damals war für die FDP klar, dass diese Entscheidung – völlig unabhängig vom konkreten Interessenten oder der vorgestellten Nutzungsidee – zu einer Unzeit viel zu früh und völlig ohne Not über’s Knie gebrochen wurde. Wie die Liberalen vor Ort nunmehr feststellten, hat sich seit dieser Entscheidung praktisch nichts getan und es drängt sich daher erneut die Frage auf, warum das laufende Verfahren so früh mit der Brechstange zu Gunsten eines Interessenten beendet werden musste. Zum Zeitpunkt der Entscheidung war aus Sicht der FDP keines der vorgestellten Konzepte hinreichend (planerisch) konkretisiert worden und entscheidende Fragen waren noch völlig offen, wie z.B. unter anderem – ganz wesentlich – das Gastronomiekonzept, aber auch die der Parkplätze, der endgültigen Gestaltung des Gebäudes oder die des Vorplatzes; hierbei speziell die Frage, wieviel Kosten auf die Stadt zukommen. Gerade das Gastronomiekonzept spielte eine wesentliche Rolle: Zuerst nahezu gänzlich vernachlässigt drehte sich die Debatte gegen Ende hauptsächlich um selbiges - und obwohl noch kein wirklich schlüssiges und praxisnahes Konzept vorlag, wurde trotzdem entschieden. Mehr als ein paar bunte Skizzen und generelle Absichtserklärungen bezüglich der geplanten Gebäudenutzung lagen ebenfalls nicht vor, bzw. waren noch mit mehreren dicken Fragezeichen versehen. Alles in allem war die Entscheidung für einen (und damit automatisch gegen einen anderen) Interessten keinesfalls reif und wesentliche Fragen blieben unbeantwortet.

„Aus Sicht der Liberalen muss“, so Stadtverordneter Manfred Rädlein, „die Sanierung und Neugestaltung des Bahnhofs in Ober-Roden eine nachhaltige Belebung und Öffnung für die Bürgerinnen und Bürger sowie damit eine Aufwertung des gesamten Bahnhofsgeländes zur Folge haben.“ Eine reine Gebäudesanierung ohne Belebung des Areals ist nicht das Ziel, was die Stadt verfolgte, als sie das Gebäude seinerzeit von der Bahn gekauft hat. Mit dem Kauf war vielmehr klar beabsichtig worden, durch Vorgabe und Steuerung der Verkaufsmodalitäten an einen Investor Einfluss auf Gestaltung und Nutzung des Bahnhofes nehmen zu können. Die Chance auf genau diese Einflussnahme wurde ohne Not durch den verfrühten Beschluss verschenkt und man wird nun sehen müssen ob und wann es überhaupt zu einem Verkauf des Bahnhofes kommt. Die FDP wird hierzu nach der Sommerpause entsprechend in den politischen Gremien nachhaken ... quo vadis Bahnhof? (tk)



 
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