Linksruck der CDU – nun also auch in Rödermark!
von FDP Ortsverband Rödermark

FDP nunmehr alleine im bürgerlichen Lager ; SPD teuer „eingekauft“

Nun ist die Katze also aus dem Sack: Die CDU in Rödermark begründet faktisch eine Koalition (auch wenn dieses Wort wohlweislich vermieden wird) mit der SPD und verlässt damit auf der linken Überholspur das bürgerliche Lager. Auf Bundesebene schon seit geraumer Zeit festzustellen vollzieht nun also auch die angeschlagene Rödermärker CDU den Linksruck. Mit dieser neuen Politehe - natürlich ist diese am Ende des Tages eine Koalition, auch wenn noch so kreative Wortspiele dies übertünchen sollen - ist nun auch die Frage beantwortet, was wirklich hinter dem Koalitionsbruchdurch die CDU von vor wenigen Tagen steht. Nicht die genannten fadenscheinigen Gründe, sondern der Wechsel von einem selbstbewußten, sachlich aktiven Koalitionspartner FDP hin zur vermeintlich schwachen SPD. Ob sich die CDU von den Genossen wohl mehr Widerspruchslosigkeit oder schlicht gehorsame Gefolgschaft erhofft? Und der Preis für welchen die SPD eingekauft wurde ist alles andere, als niedrig! Ein zusätzlicher Sitz im Magistrat. Vielleicht also jetzt der von der SPD geforderte „Integrationsstadtrat“ - nun mit den Stimmen der CDU? Dazu ein Ausschussvorsitz!? Können zugeschanzte Pöstchen völlig fehlende politische Gemeinsamkeiten ausgleichen? Man wird sehen müssen, wie die SPD dann im Tagesgeschäft und in Sachfragen diese Mitgift zur neuen schwarz-roten Politehe in Rödermark dankt.

Während sich vor dem Hintergrund der neuen Sach- und Kooperationslage der Bruch der bürgerlichen Koalition durch die CDU erklärt, verwundert der Linksruck derselben dennoch nachhaltig. Aus Sicht der FDP wäre es besser gewesen, bis zum Ende der Legislaturperiode projektbezogen mit wechselnden Mehrheiten sachorientiert zu operieren. Stattdessen nun aber verzweifelt eine Kooperation ohne jegliche erkennbaren Gemeinsamkeiten zusammenzuzimmern, erscheint keinefalls sinnvoll. Eine gemeinsame politische Basis für die Schwarz-Rote Zusammenarbeit ist seit Jahren auf weiter Flur nicht erkennbar. Zuletzt hatte die SPD vor wenigen Wochen - wie auch schon im Vorjahr - den Haushalt von CDU Kämmerer und Erstem Stadtrat Alexander Sturm abgelehnt. Die Vorzeichen für die neue schwarz-rote Politehe in Rödermark stehen folglich nicht gut und der massive Profilverlußt der CDU durch die politische Ehe mit den Genossen ist vorgezeichnet.

Die FDP als nunmehr einzig verbliebene bürgerliche Kraft in Rödermark wird problemlos die Lücke, welche durch den Linksruck der CDU in der bürgerlichen Mitte entstanden ist, füllen. „Wir werden“, so Partei- und Fraktionsvorsitzender Hans Gensert, „uns nach wie vor und mit noch größerem Engagement für die Bürgerinnen und Bürger in Rödermark, Handel, Unternehmen, Wirtschaft und Gewerbe einsetzen. Außerdem werden wir die bereits angestoßenen Großprojekte, z.B. Ortsdurchfahrt Waldacker - auch hier gibt es übrigens keinerlei sachliche Gemeinsamkeiten zwischen SPD und CDU - sowie die Neugestaltung der Ortsmitte von Ober-Roden weiter begleiten und fortschreiben. Dazu werden wir nun diejenigen Anträge stellen sowie Initiativen, speziell in Wirtschafts- und Finanzfragen, anstoßen, die bisher am koalitionsinternen Veto der CDU scheiterten – die FDP ist inhaltlich breit aufgestellt und wird dieses Potential einbringen“.