FDP: Wahlverein „zmB“ zeigt sein wahres Gesicht.
„Die Forderung nach einem größerem Büroraum ist das eine“, so der Fraktionsvorsitzende der FDP Heino Reckließ, „dabei aber die Forderung gegen eine andere Fraktion im Stadtparlament aufzurechnen, ist das andere“. „Das zeigt uns einmal mehr den Charakter dieser Vereinigung“, so Reckließ.
Die FDP – Fraktion weist darauf hin, dass es 2001 auch für sie, als Neuling im Parlament, keine passenden Räume gab. Man habe damals abwägen müssen, für ca. 20.000,-- Euro den Parlamentstrakt umzubauen oder in ein vom Tagungssaal weit entferntes Büro zu ziehen. Aus Kostengründen habe sich die FDP bereit erklärt, ein Büro im dritten Stock zu beziehen. Nach Meinung der Liberalen müssten doch gerade die Mandatsträger von zmB, die sich nach außen als „Sparfüchse“ darstellen, bestrebt sein, kostengünstig zu handeln. „Aber die Wirklichkeit sieht anders aus“, so der FDP-Chef, „zmB bekommt das Doppelte an Fraktionszuwendungen, wie die FDP, die mit ihren zur Fraktion gehörenden Ortsbeiräten und Stadtrat gerade mal zwei Personen weniger aufzuweisen hat“. Im Übrigen kommt es nach Meinung der FDP nicht in Frage, nach jeder Wahl „im Bäumchen wechsel dich Stil“ die Büroräume zu tauschen. Auch wenn eine Legislaturperiode fünf Jahre dauert, so ist doch das Wahlergebnis immer nur eine Momentaufnahme. Was hätten wir denn gemacht, fragt Reckließ, wenn die SPD die stärkste Fraktion gestellt hätte, hätten sie dann auf dem etwas größerem Fraktionsbüro der CDU bestanden? Die Antwort ist ganz klar nein, weil wir das im Präsidium nicht mitgemacht hätten! Die Liberalen geben dem Wahlverein den guten Rat, erstmal dafür Sorge zu tragen, das die vom Bürger gewählten Mandatsträger des Vereins auch regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen, denn zmB weist die höchste Fehlquote aller Fraktionen auf, da mangelt es doch sehr an der Disziplin. „Aber auch das“, so Reckließ, „ist eine Frage des Charakters“!
Michael Schüßler