Auf Wunsch der Firma Kaspar Weiss soll der Kiesabbau in Nieder Roden für weitere 40 Jahre festgeschrieben und die Abbaufläche um 53 ha erweitert werden. Die Kooperation von SPD, FDP, Grünen und Freien Wählern wollte in einer Stellungnahme der Stadt festgeschrieben haben, dass die bisherige Abbaufläche geschlossen wird, bevor weiter abgebaut wird. So wäre es möglich, den Badesee zu renaturieren und den Rodgauern ohne Einschränkungen als Naherholungsgebiet und Freizeitfläche zur Verfügung zu stellen.
Die CDU Rodgau dagegen, unterstützt den Antrag der Fa. Weiss, der eine Wasserfläche von über 60 ha vorsieht und bei dem mit einer Renaturierung für die Bürger nicht vor Ablauf der gesamten Zeit zu rechnen ist.
Die Kooperation fragt sich, was die CDU dazu bringt, in der Stadtverordneten-versammlung als Lobbyist der Kiesfirma aufzutreten? Wieso die CDU-Fraktion die wirtschaftlichen Interessen des Kiesabbauers über die berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger Rodgaus stellt. Denn alle Vorschläge zum Beenden der Auskiesung und Beginn der Renaturierung wurden von Seiten der CDU mit Argumenten wie „ist zu unwirtschaftlich“ oder „ist dem Unternehmen nicht zuzumuten“ rundweg abgelehnt.
Nach Überzeugung der Kooperation, sollten auch die gewählten Vertreter der CDU zuerst einmal das Wohl der Rodgauer Bürger im Auge haben. Die Kooperation wird einen entsprechenden Antrag zur Stellungnahme der Stadt zum Flächennutzungsplan einbringen. Die CDU bekommt somit am kommenden Montag die Gelegenheit ihr Vorgehen zu überdenken und im Sinne der Bürger mit den Mehrheitsfraktionen abzustimmen.
Michael Schüßler