
FDP-Parteichef Guido Westerwelle forderte in seiner Rede die Bürger in Deutschland auf, am kommenden Sonntag für die Liberalen zu stimmen. Es gehe um eine weitere Weichenstellung für das Land. Genauso wie 1949, 1969 oder 1989. "Wir wollen nicht, dass das Land von den Rändern, sondern von der Mitte aus regiert wird", so Westerwelle. Denn man brauche mehr als nur eine Krisenverwaltung. "Wir brauchen eine Regierung, die sich den Zukunftsaufgaben des Landes widmet." Die FDP werbe für klare Verhältnisse. Denn: "Es geht um die Zukunft unseres Landes. Stärken Sie die FDP!"
FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms warb für eine durchgreifende Steuer- und Finanzreform. "Gerade angesichts hoher Defizite können wir es uns gar nicht leisten abzuwarten, bis eines Tages der Wind dreht und aus den Weiten der Weltwirtschaft Wachstum über uns kommt und hilft, die leeren Kassen wieder aufzufüllen", so Solms. Jetzt gelte es, selbst anzupacken und die Voraussetzungen für mehr Beschäftigung zu schaffen. Denn: "Wachstum erzeugt Arbeitsplätze, welche wiederum für höhere Steuereinnahmen sorgen."
Herr Solms warb für sein Steuerkonzept, welches er anschaulich auf seiner Homepage mittels eines interaktiven Stuerrechners vorstellt. Auf derselben Seite ist auch der Steuerrechner des Finanzamtes
- vergleichen Sie selbst.

Neben der Entlastung für die Bürger müssen "wir aber auch auf der Ausgabenseite für Ordnung sorgen." Die Ausgaben müssten durch eine Ausgabenkontrolle gesenkt werden. "Konzentration auf das Wesentliche", sei das Gebot der Stunde.
Anschaulich dargestellt wurde dies mit dem "Gipfel der Verschwendung" am Eingang zum Bundesparteitag.

Drinnen in der Metropolis-Halle im Filmpark Babelsberg waren 662 Delegierte und viele Gäste sowie Pressevertreter zugegen.

Wer als Delegierter einen Platz in der Nähe der Gänge hatte, bekam schon mal Besuch von den Pressevertretern.

Aber die Enge einer Parteitagsbestuhlung hat auch ihr Gutes: man ist ganz nah dran.
Wolfgang Gerhardt hielt auf dem Sonderparteitag ein flammendes Plädoyer für die Freiheit. Die FDP sei keine Sammelsuriums-Partei, sondern habe eine klaren Wertekompass. "Unser Wort gilt auch nach der Wahl," so Gerhardt. Die Liberalen setzten zu allererst auf die Menschen selbst, statt auf den Staat wie die anderen Parteien. "Wir sind überzeugt von den Chancen der Freiheit."

Die 662 Delegierten des Sonderparteitages haben am Sonntag in Potsdam den Wahlaufruf für die richtungsweisende Bundestagswahl am 27. September einstimmig beschlossen. Mit der Verabschiedung des Wahlaufrufs und der klaren Koalitionsaussage werben die Liberalen für den Politikwechsel in Deutschland. "Wir haben auf dem Bundesparteitag erneut eine klare Koalitionsaussage für Schwarz-Gelb gemacht – ohne Wenn und Aber", erklärte der FDP-Parteivorsitzende Guido Westerwelle. "Wir haben bei der Bundestagswahl 2005 bewiesen, dass wir Wort halten."
Die komplette Rede können Sie hier ansehen oder als MP3 anhören.
Impressionen vom FDP Bundesparteitag in Potsdam 20.9.09
von FDP Ortsverband Obertshausen
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