Schluss mit dem Kirchturmdenken, die Zeit ist reif für Interkommunale Zusammenarbeit.
von FDP Ortsverband Neu-Isenburg

Auch wenn es die CDU immer wiederholt, wird es dadurch nicht richtiger. Weder die FDP Dreieich noch die FDP Neu-Isenburg wollen dafür sorgen, dass es kein Hallenbad mehr in diesen beiden Städten gibt. Das Ziel der FDP Neu-Isenburg ist laut Vorstandsmitglied Jörg Müller eine haushaltspolitisch verantwortbare Lösung, die dafür sorgt, dass es in beiden Städten ausreichend Schwimmangebote für Vereine, Schulen und die Bürger gibt, und zwar solide finanziert und damit nachhaltig. Das Thema nennt sich "Interkommunale Zusammenarbeit" und ist die liberale Antwort auf das veraltete "Kirchturmdenken" der Isenburger CDU. Wenn sich Neu-Isenburg finanziell am Betrieb des Dreieicher Hallenbades beteiligen würde, dann kann letzteres gerade deshalb auch von der finanziell klammen Stadt Dreieich problemloser unterhalten werden, und zwar dauerhaft. Im Gegenzug könnte Neu-Isenburg neben dem Bau eines überdachten und beheizten Trainingsbeckens für Vereine und Schulen endlich auch dringend benötigte Gelder in sein Freibad investieren. Wie von der FDP bereits seit geraumer Zeit angeführt, gibt es auch hier inzwischen einen Investitionsstau, den es aufzulösen gelte, sagt Susann Guber, die Bürgermeisterkandidatin der Liberalen. Zum einen blättere die Farbe an den Holzpavillons im Eingangsbereich für jeden sichtbar ab und die Bausubstanz sei bereits geschädigt, zum anderen sei es zur Attraktivitätssteigerung endlich an der Zeit, eine Riesenrutsche oder ähnliche Zusatzangebote zu installieren. Mit der Politik der CDU und deren ausschließlicher Fokussierung auf den Erhalt des Hallenbades fehle halt auf Dauer leider auch das Geld für die Instandhaltung und Attraktivierung unseres Freibades, es sei denn die Verschuldung unserer Stadt solle nochmals erhöht werden. Und dies, obwohl laut Finanzplanung der Schuldenstand Neu-Isenburgs von aktuell EUR 16 Mio. schon auf EUR 40 Mio. bis 2014 steige. Da beiße die Maus nunmal keinen Faden ab, so Guber.

Allerdings sollte in der zwischen CDU und FDP geführten Debatte zum Hallenbad nicht unerwähnt bleiben, dass die SPD und ihr Bürgermeisterkandidat Beck gänzlich den Realitätssinn verloren haben. Wenn man Herrn Becks Forderungskatalog von Luxus-Spaßbad inklusive Sauna über neues Stadtteilzentrum Gravenbruch bis Gestaltung Güterbahnhofareal und seine ungedeckten Wechsel auswertet, die er in seinem Wahlkampf derzeit ausstellt, würde Neu-Isenburg am Ende vermutlich bei EUR 60 Mio. Schulden landen. Da zeige die Union und ihr Bürgermeisterkandidat Hunkel in der Nach-Quilling-Ära trotz erster Anzeichen einer unsoliden Haushaltspolitik immer noch deutlich mehr Verantwortung für nachfolgende Generationen, so Müller abschließend.

Gerhard H. Gräber (Fraktionsgeschäftsführer)