Dies ist zumindest die Ansicht der FDP-Fraktion, die eine Anmietung im Kernstadtinnenbezirk, selbstverständlich barrierefrei, seit langem befürwortet.
Es böte sich beispielsweise das Postgebäude an der Ecke Rheinstraße/Hugenottenallee an, das nach öffentlicher Aussage des Bürgermeisters mit einiger Wahrscheinlichkeit früher oder später durch die Post aufgegeben werden dürfte.
Es wäre auch zu prüfen, ob beispielsweise die ehemalige Videothek an der Kaiserpassage genügend Raum für den VdK böte.
Leider steht mehr Büroraum in Neu-Isenburg frei als es wünschenswert wäre und somit sollte eine adäquate Möglichkeit für den VdK auf Mietbasis oder in einem städtischen Gebäude möglich sein.
Ein Neubau in Pavillonform wird auf mindestens 600.000 EUR geschätzt, zu tragen von der Stadt, da der VdK verständlicherweise diese Kosten nicht tragen kann und soll.
Am alten Standort aufgebaut, auf kreiseigenem(! )Gelände, würde ein neuer Pavillon schätzungsweise 10-15 Jahre halten, bis erneut nicht unerhebliche Instandhaltungskosten auf die Stadt zukommen würden.
Angemietete 250 qm Bürofläche für ca. 12 EUR/qm kosten pro Jahr 36.000 EUR, d.h. mindestens 16 Jahre Anmietung wären so, für den städtischen Haushalt verkraftbarer, zu bestreiten.
Somit wäre - wenn es mit Überlassung eines städtischen Gebäudes aus welchen Gründen auch immer kurzfristig nicht klappen sollte - eine entsprechende Anmietung einfach die beste und flexibelste aller Möglichkeiten. Es ist erstaunlich, dass von Seiten einiger Parlamentarier bzw. Magistratsmitglieder immer noch die teure Pavillon-Neubau-Variante favorisiert wird. Und dies trotz Wirtschaftskrise und der verschlechterten Haushaltslage der Stadt.
Überzeugen hier nicht die guten Argumente für alternative Lösungen, nur weil diese von der Opposition kommen?
Oder geht es ausschließlich um Wählerstimmen im Vorfeld des Bürgermeisterwahlkampfes?
Eine Richtigstellung ist noch zu machen: Der alte Pavillon ist keinesfalls direkt nach dem Krieg, sondern erst nach dem Umzug des damaligen Goethegymnasiums in den Neubau an der Offenbacherstraße (Ende der Siebziger Jahre) erfolgt.
