
v.l.n.r.: Gülhan Shirin (türkischer Kulturverein Neu-Isenburg), Jörg-Uwe Hahn (Hessischer Minister für Justiz, für Integration und Europa) und Susann Guber (FDP Neu-Isenburg).
Der Landesvorsitzende der FDP Hessen und Hessische Justizminister, Jörg-Uwe Hahn, sprach am 30. November im Frankfurter Sportclub 1880 vor ungefähr 70 geladenen Gästen der Montagsgesellschaft zum Thema "Integrierte Vielfalt - Ein Gegenentwurf zu Multikulti".
Frau Gülhan Shirin vom türkischen Kulturverein Neu-Isenburg und unsere Bürgermeisterkandidatin Susann Guber lauschten an diesem Abend einem engagierten Vortrag mit einer anschließenden, teilweise sehr kontrovers geführten Diskussion.
Die Montagsgesellschaft ist offiziell parteiunabhängig, tatsächlich aber CDU dominiert. Insofern hatte Herr Hahn alles andere als einen leichten Stand. Die Moderatoren und nicht wenige Gäste fuhren zwischenzeitlich schwere "christliche Geschütze" auf. Herr Hahn hat sich aber wacker geschlagen und ist den üblichen Verallgemeinerungen bei diesem Thema im liberalen Sinne klar entgegen getreten.
In seinen einführenden Worten wies Herr Hahn darauf hin, dass es sowohl vom konservativen als auch vom linken politischen Lager jahrzehntelang, mit unterschiedlichen Argumenten, versäumt wurde eine echte Integrationspolitik zu betreiben. Zwischenzeitlich haben uns die Realitäten eingeholt. Migration ist heute eine nicht zu leugnende Realität der deutschen Gesellschaft. Leider leben wir aber oftmals noch zu sehr neben- statt miteinander. Wenn wir Parallelgesellschaften vermeiden wollen, so müssen wir Zeichen setzen.
Während von den Einwanderern ein klares Bekenntnis zu fundamentalen Grund- und Menschenrechten, insbesondere zur Gleichberechtigung von Frauen, sowie zur deutschen Sprache erwartet werden kann, ja muss, so muss auch die einheimische Gesellschaft Ihren Willen zur Integration klar artikulieren.
Dem kommunalen Wahlrecht für Nicht-EU Ausländer erteilte Herrn Hahn auf Anfrage an diesem Abend eine klare Absage. Das Wahlrecht muss am Ende eines Integrationsprozeßes stehen und ist zu wertvoll um es ohne Verbindung zur Staatsbürgerschaft freizügig zu vergeben.
