LYONEL: Kämmerer wirft schlechtem Geld gutes Geld hinterher.
von FDP Ortsverband Neu-Isenburg

Es ist einfach nicht zu fassen, wieviel Geld die Stadt mit diesem überflüssigen Restaurant jedes Jahr verbrennt, lautet die zentrale Aussage der FDP Neu-Isenburg zum derzeit leer stehenden Restaurant LYONEL. Es sind jedes Jahr rund 200.000 Euro, nachzulesen im Haushaltsplan der Stadt Neu-Isenburg. Und Susann Guber, stv. Parteivorsitzende und Bürgermeisterkandidaten, fügt hinzu, dass mit jedem Monat Leerstand auch noch ein monatlicher Pachtausfall in Höhe von EUR 7.000,- hinzu kommt. Dies sei in finanziell klammen Zeiten nicht nachvollziehbar, und sie fordert daher die Entscheidungsträger der Stadt und hier insbesondere den Kämmerer zum unverzüglichen Handeln auf.

"Lieber Herr Hunkel, präsentieren Sie uns schnellstmöglich ein alternatives Nutzungskonzept. Oder erklären Sie den Bürgern, warum das Gebäude weiterhin leer steht, obwohl offiziell seit Juli, inoffiziell vermutlich viel früher, bekannt war, dass der alte Pächter das Handtuch geworfen hat", so Guber. Als symbolischen Akt verbrennt die FDP einen 500-Euro Schein (natürlich keinen echten) im Eingangsbereich des LYONEL. Dieser 500-Euro Schein, als Zeichen für die Steuergeldverschwendung durch das LYONEL pro Tag(!), könne besser an anderer Stelle ausgegeben werden, z.B. für den benötigten Ausbau der Ganztagsbetreuung in Neu-Isenburg oder eine Erweiterung der Stadtbibliothek.

"Ist es vielleicht der Fall, dass man sich generell schwer tut, jemanden zu finden, der sich in harten Zeiten für die Gastronomie in ein solch großes unternehmerisches Wagnis stürzen möchte?", fragt Guber.

Die Haltung der FDP zum Thema LYONEL ist seit Jahren bekannt und Susann Guber sieht hier nach vielen Gesprächen jetzt auch die Mehrheit der Bürger hinter dieser Position. Dennoch wurde im Spätsommer der erneute FDP-Vorstoß auf Veräußerung des Gebäudes bzw. Vermietung nach Umwidmung zu Arztpraxen o.ä. im Stadtparlament abgelehnt. Völlig unverständlich, meint Guber, das Gebäude im Bauhausstil bliebe so ebenfalls den Isenburgern erhalten, was auch vom Kämmerer immer als Begründung für sein Festhalten an einem defizitären Restaurantbetrieb angeführt wird. Und ferner hätte man schon nach wenigen Jahren das Minus aus dem laufenden Betrieb als Restaurant kompensiert. Diese Rechnung ginge sogar früher auf, wenn es nicht gelingen würde, den Leerstand kurzfristig zu beenden.

Als Fazit hält Susann Guber fest:
Ein guter Kaufmann wirft schlechtem Geld niemals gutes Geld hinterher. Gerade in diesem Fall sollten sich auch die verantwortlichen Politiker so verhalten. Schließlich handelt es sich beim LYONEL nicht um elementare Daseinsvorsorge oder eine wichtige Infrastruktureinrichtung. Sondern es geht um ein Restaurant in absoluter Randlage, das unsere Stadt zu keiner Zeit wirklich gebraucht hat. Zumal es ja bekanntlich auch nicht an gastronomischen Alternativen in Neu-Isenburg mangelt.

Mit liberalen Grüßen,
Jörg Müller
(Beisitzer im Ortsvorstand)