Kein Verständnis für die Reaktion von Herrn Kreti.
von FDP Ortsverband Neu-Isenburg

Auf völliges Unverständnis bei der FDP-Fraktion stößt die Äußerung von Herrn Kreti, Regisseur der Laien-Theatergruppe Quattro Stagioni, die Gruppe aufzulösen, da die Stadt das laufende Theaterprojekt nicht mehr finanziell unterstützt habe. "Wieso hängt das Weiterbestehen einer Laienspielgruppe von städt.Zuschüssen ab?", fragt die FDP-Fraktionsvorsitzende und kulturpolitische Sprecherin Edith Reitz. "Es gibt in dier Stadt mehrere Laienspielgruppen wie z.B. 'Theater-Art', die nie einen Cent Unterstützung von der Stadt erhalten haben und wesentlich länger als Quattro Stagioni bestehen.

Quattro Stagioni wurde in der Vergangenheit finanziell aus dem Kulturetat sowie Sozialetat der Stadt Neu-Isenburg ,und sogar zeitweise mit Kreisetatmitteln, bei generationenübergreifenden Projekten unterstützt. Diese letzte Aufführung der Gruppe "Der nackte Wahnsinn" ist jedoch eine reine Boulevard-Komödie, die jede Schauspielbühne seit Jahren im Programm hat. Generationenübergreifend ist hier allenfalls der Umstand zu werten, daß sich Besucher aller Altersgruppen dabei amüsieren können. Daß Herr Wershoven als Kulturdezernent, und damit auch verantwortlich für den Kulturetat, nicht bereit war, Herrn Kretis jüngstes Projekt aus städt. Mitteln finanziell zu unterstützen, hat die volle Zustimmung der FDP. "Wir sind sehr verwundert, daß Herr Kreti überhaupt auf den Gedanken kam, hierfür von der Stadt finanzielle Unterstützung einzufordern", so Edith Reitz . Deshalb verwundert die FDP hier auch die Aussage des Ersten Stadtrates Herbert Hunkel, Herrn Kreti bei einem neuen Projekt mit € 10.000,- unterstützen zu wollen. Welches Vorhaben könnte das wohl sein, das einen so hohen Zuschuß außerhalb des Kulturetats rechtfertigt und so schnell verwirklicht werden kann?

"Wenn Herr Kreti meint, ohne finanzielle Unterstützung der Stadt die Gruppe Quattro Stagioni nicht weiter am Leben erhalten zu können, sollte er sich vielleicht einmal Rat bei den anderen Laienspielgruppen der Stadt holen, die seit Jahren eben ohne städt. Hilfe bestehen. Eigeninitiative in allen Bereichen (Kulissen, Möblierung, Kostüme usw.) wird hier nämllich groß geschrieben", so Edith Reitz abschließend.

Gerhard H. Gräber
Fraktionsgeschäftsführer