"Tolle Tiefgaragen, die aber viele Kunden der Einzelhandelsgeschäfte und Gäste der Restaurants in der Innenstadt nicht kennen oder finden, eine fragwürdige Bewirtschaftung mit ungünstig platzierten Parkscheinautomaten in diesen Tiefgaragen sowie uneinheitliche bzw. unklare Öffnungszeiten sollten die Stadt zum Handeln veranlassen" meint Susann Guber, Bürgermeisterkandidatin der FDP Neu-Isenburg.

City Tiefgarage in der Adolf-Bauer-Straße.
Susann Guber, fordert deshalb ein intelligentes Parkraumkonzept für die beiden Tiefgaragen in der Isenburger Innenstadt (Ludwigstraße und Adolf-Bauer-Straße/Quartier IV) mit Blick auf die Belange des örtlichen Einzelhandels und der Gastronomie.
Hierzu zählt ihrer Ansicht nach eine bessere und unübersehbare Beschilderung der Wege zu den Tiefgaragen unter Nennung der Zahl der Stellplätze schon an den Ortseingängen. "Auf der Hauptverkehrsachse Frankfurterstraße ist die Tiefgarage Ludwigstraße gar nicht ausgeschildert. Und auch auf die Tiefgarage im Quartier IV weist nur ein im allgemeinen Schilderwald untergehendes Schildchen hin", so Guber weiter.
Auch sollten die Öffnungszeiten einheitlich auf mindestens 1:00 Uhr nachts (inkl. Sonntags) festgesetzt werden.
"Wer z.B. in der Bahnhofstraße und Umgebung eine Gaststätte am Sonntag Abend aufsucht, wird nicht in die Tiefgarage Ludwigstraße mit seinem Auto hinein fahren, selbst wenn er die kaum erkennbare Zufahrt findet", argumentiert Guber.
So werde hier zumindest per Schild angedroht, dass diese um 22:00 Uhr schließt, was aber teilweise gar nicht passiere. Die anschließende Fahrt im großen Bogen zur Tiefgarage in der Adolf-Bauer-Straße setze wiederum eine genaue Ortskenntnis voraus, und anschließend werde dem schon leicht genervten Autofahrer dann per Schild signalisiert, dass diese Tiefgarage Sonntags komplett geschlossen ist. "Nun stellt sich dem Autofahrer wiederum die Frage, ob das trotz offizieller Schließung halbseitig geöffnete Rolltor dennoch zum Parken einlädt oder das Risiko zu hoch ist, das Auto erst wieder am Montag Morgen abholen zu können", so Guber.
Um zu verhindern, dass diesem Autofahrer sein Appetit nun gänzlich vergeht oder er das nächste Mal gleich ein anderes Restaurant mit besseren Parkmöglichkeiten aufsucht, sollten daher einheitliche und ausreichend lange Öffnungszeiten an 7 Tagen in der Woche eingerichtet werden.
Ferner sollte die ohnehin nicht kostendeckende Bewirtschaftung durch Parkscheinautomaten abgeschafft werden.
"Dies wäre auch ein kleines Konjunkturpaket der Stadt für den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie in Zeiten der Krise", sagt Guber.
Untersuchungen in anderen Städten zeigten nämlich, dass selbst moderate Parkgebühren in vielen Fällen abschreckend wirken und Geschäfte und Gaststätten mit kostenlosen Parkmöglichkeiten von Kunden und Gästen bevorzugt werden.
