Studiengebühen
von FDP Ortsverband Hainburg

20.10.2008 Nicola Beer Wiesbaden
Nachgelagerte Studiengebühren würden Qualität der Lehre verbessern.

Der Anstieg der Studierendenzahlen an den hessischen Hochschulen sei zum einen begrüßenswert, erklärte die hochschulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Nicola Beer, allerdings äußerte sie die Sorge, dass die Qualität in Lehre und Forschung nun sinken werde. „Nicht zufällig denken die Hochschulen nun über eine Begrenzung der Anzahl der Studierenden nach, um die zugesagte Qualität gewährleisten zu können.

Mit dem FDP-Modell der nachgelagerten Studiengebühren, die erst dann fällig geworden wären, wenn ein Student nach dem Abschluss seines Studiums diese Leistung zurückzahlen kann, wäre ein sozial verträglicher und im Sinne der Qualität sinnvoller Weg geebnet worden.“

An die Adresse von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellte Beer die kritische Frage, wie denn die Kompensation der Studiengebühren aufgrund der nun gestiegenen Studierendenzahlen überhaupt geleistet werden solle? „Wir haben einen Anstieg von 10 Prozent an Studierenden zu verzeichnen. Bislang sind uns SPD und Grüne aber schon die Antwort darauf schuldig geblieben, wie bei den alten Studierendenzahlen der Ausfall der Studiengebühren kompensiert werden soll. Es bleibt eine drängende Frage, woher nunmehr die Kompensation aufgrund der gestiegenen Studierendenzahlen unter Beibehaltung der Qualität des Studiums erfolgen soll.“

Beer warnte SPD und Grüne davor, hierfür die Programme zum Ausbau der Hochschulen HEUREKA und LOEWE anzutasten. „Eine Kompensation der Studiengebühren darf nicht zu Lasten der den Hochschulen versprochenen Programme LOEWE und HEUREKA gehen. Dies würde nur bedeuten, von der rechten in die linke Tasche zu arbeiten und damit die Qualität von Forschung und Lehre im Ergebnis abzusenken. Dies kann und darf aber kein Mittel zur Lösung des Problems sein.“

Beer wies abschließend auf das ungelöste Problem der Langzeitstudierenden hin. „Auch hier ist zu befürchten, dass viele Studierende über Jahre an den Hochschulen verbleiben, ohne Leistungen zu erbringen. Dies führt wiederum zu Qualitätsverlusten und sollte schnellstmöglich geändert werden.“