Nach der Bürgerversammlung letzten Donnerstag hat der FDP Ortsverband die Situation sowie die Zukunft des Eckgrundstückes "Schneckenbrunnen" erneut diskutiert.
Eine vernünftige Lösung muß nach Ansicht der Dreieicher FDP den Spagat schaffen zwischen den Interessen der Bürger und der von Vorstand und Fraktion angestrebten, dringend notwendigen Minimierung des Haushaltsdefizits - die ja auch im Interesse der Bürger liegt. Rein populistische Maßnahmen helfen deshalb nicht weiter.
So ist eine Neuparzellierung des Gesamtgeländes nicht zielführend, da das Bieterverfahren bereits läuft - der dringend benötigte Zufluss liquider Mittel würden also abermals aufgeschoben. Ebenso ist eine Sanierung des Brunnens durch die Stadt aufgrund der desaströsen Finanzlage Dreieichs aus Sicht der FDP keine Option - die Kosten sind für die hochverschuldete Kommune zu hoch. Aber auch eine Verschiebung oder Versetzung des Brunnens sei mit Kosten verbunden, welche die Kommune in absehbarer Zeit nicht aufbringen kann.
Um dem Willen der zahlreichen Bürger, die den überwiegend durch Spendengelder finanzierten Brunnen retten wollen, trotzdem entgegen zu kommen, schlägt die FDP Dreieich vor, den Verkauf des Eckgrundstückes für 6 Jahre auszusetzen.
In diesem Zeitraum soll gemeinsam mit den Bürgern versucht werden, den Brunnen durch privates Engagement zu sanieren. Sollte das in dieser Zeit gelingen, soll das Grundstück dann dauerhaft in eine öffentliche Grünfläche umgewidmet und den Bürgern der Erhalt zugesichert werden. Kommt die Instandsetzung des Brunnens nicht zustande, bleibt die Option offen, notfalls über den Verkauf des Grundstückes neu zu entscheiden.
"Der Stadt" so die Dreieicher FDP, "entsteht durch diese Vorgehensweise kein bilanzieller Nachteil. Das Grundstück bleibt in ihrem Eigentum und damit der Wert erhalten."
Zur Finanzierung der Sanierung schlägt die FDP zum Beispiel ein jährliches Brunnenfest vor, bei dem Geld für den guten Zweck erwirtschaftet werden könnte. Auch private Spenden von Bürgern, ähnlich der Eichenallee in Götzenhain, seien möglich, ebenso Eigenleistungen von Dreieicher Unternehmen.
Alexander Kowalski
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