Am 20.01.2004 hat die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark den Antrag auf Aufnahme in das Programm für ganztägig arbeitende Schulen nach dem Richtlinienentwurf vom 08.08.2003, Punkt 3.3/ “Kooperative Ganztagsschule mit gebundener Konzeption“ gestellt.
Ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:
- Wann ging dieser Antrag bei der Kreisbehörde ein?
- Wann wurde der Antrag bearbeitet und an das Kultusministerium weitergeleitet?
- Ist dem Kreisausschuss bewusst, dass dem Antrag alle wichtigen Gremien der Schule (Gesamtkonferenz, Schulelternbeirat, Schülervertretung und Schulkonferenz) bereits in den Jahren 2003 und 2004 zugestimmt haben und an dessen Genehmigung durch das Kultusministerium äusserst interessiert waren und sind?
- Bis heute liegt keine Antwort vor. Was hat der Kreisausschuss seit dem Jahr 2004 unternommen, damit diesem Antrag im Kultusministerium Beachtung geschenkt wurde?
- Wie begründet der Kreisausschuss gegenüber den oben genannten Schulgremien das Ausbleiben einer Antwort aus dem Kultusministerium?
- Bei wem liegen in der Kreisbehörde für die Bearbeitung eingehender Anträge auf Ganztagsbetreuung und ihre Verwirklichung die entsprechenden Zuständigkeiten?
- Warum musste die Nell-Breuning-Schule im Jahr 2008 ihren Antrag aus dem Jahr 2004 auf Einrichtung einer Ganztagsschule in gebundener Form noch einmal stellen?
- Was ist mit diesem Antrag geschehen? Wurde er bearbeitet und weitergeleitet? Wann war dies der Fall?
- Ganztagsschulen sind keine Halbtagsschulen. Das heißt, sie arbeiten mit einem anderen pädagogischen Konzept, das einen erweiterten Raumbedarf nach sich zieht. Der Schulleiter der Nell-Breuning-Schule hat dieses erweiterte Raumkonzept zweimal schriftlich und mehrfach mündlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisbehörde erläutert. Der kommende Neubau, der aus Mitteln des Konjunkturprogramms erstellt wird, wird dem erweiterten Raumbedarf nur bedingt gerecht werden. Wie gedenkt der Kreisausschuss hier in Zukunft zu reagieren, damit die Schule ihrem pädagogischen Auftrag gerecht werden kann?
Jutta Schwarz
Mitglied im Kreistag


